FN-Seminar

FN-Fachtagung mit Martin Plewa am 15. Oktober 2014

 

„Vielseitiges Training junger Pferde“ – zu diesem Thema referierte Reitmeister und ehemaliger Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter Martin Plewa am 15. Oktober 2014 auf der Reitanlage des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Guxhagen/Dörnhagen. Armin Wollrath, 1. Vorsitzender des Vereins, und Georg-Christoph Bödicker, PM-Sprecher Hessen, begrüßten die etwa 90 Persönlichen Mitglieder der FN sowie die anwesenden Reiterinnen und Reiter Judith Sommer, Dominik Jung, Robin Anna Egen und Dorothee Rininsland-Schröder. Zu Beginn stellten Dominik Jung und Judith Sommer 3- und 4-jährige Pferde bei der Bodenarbeite an der Hand vor - die Grundlage für den respekt- und vertrauensvollen Umgang zwischen Pferd und Reiter. Durch die reine Körpersprache in Verbindung mit Stimme, Führstrick und Gerte, die nur als Verlängerung des Arms verwendet werden darf, soll das Pferd seinem Menschen in bestimmtem Abstand folgen. Später werden beide Pferde von ihren Reitern unter dem Sattel vorgestellt. Hier kann man deutlich die noch unterschiedlichen Ausbildungsstände erkennen. Martin Plewa demonstriert die Arbeit mit Cavaletti und die Besonderheiten, auf die bei jungen und noch unerfahrenen Pferden zu achten ist. Das noch nicht vollends ausgeprägte Gleichgewichtsgefühl der jungen Vierbeiner wird durch den leichten Sitz im Galopp und im Leichttraben unterstützt, da sich hier der Schwerpunkt, im Gegensatz zum Aussitzen, im Gleichmaß befindet und sich nicht verschiebt. Robin Anna Egen präsentiert zwei 4-jährige Pferde mit unterschiedlichem Ausbildungsstand. Bei dem noch wenig gerittenen Pferd legt Martin Plewa ein deutliches Augenmerk darauf, dass der Wallach im Schritt am langen Zügel mit ruhigem Puls zu seiner natürlichen Nickbewegung findet. Der Wechsel zwischen Zügel aus der Hand kauen lassen und der Verkürzung des Zügelmaßes in Intervallen dienst im Schritt wie im Trab dazu, dass das Pferd den Rücken öffnet und mit dem aktiven Hinterbein über den Rücken an das Gebiss herantreten kann. Robins zweiter 4-jähriger Wallach, bereits erfahren in Jungpferdeprüfungen, demonstriert einen tollen Sprung, gleichzeitig präsentiert Dorothee Rininsland-Schröder ihr 6-jähriges Pferd, das routiniert die Sprünge absolviert. Martin Plewa beobachtet, kommentiert und gibt wertvolle Tipps zu Tempo, Rhythmus und Gleichgewicht. Der Reiter soll das Pferd selbst am Sprung schulen lassen mit verlängertem Zügelmaß und es keinesfalls stören, der Reiter schult das Pferd "nur" zwischen den Sprüngen!